Running time: 13 mins 28 secs
*** Beschreibung in Deutsch folgt der englischen ***
While all eyes were on the German general election and the gains by the AfD, little is being said about a much more hopeful and inspiring event: a huge national public sector strike, supported by a rapidly growing network of students organising against the far-right.
Workers in the Ver.di trade union (the second largest union in Germany, with 2.3 million members) are calling for a pay rise of at 8%, or at least 350 euros more a month, 3 more days off a year, and increased payments for unsocial hours and trainees.
Berlin has led the way over the past few years in building militant action led by the rank and file – a process in which the Berlin hospital workers strike in 2021 has been key. (Thanks to the Rosa Luxemburg Foundation for the footage of the strike; you can watch their excellent film of it at https://youtu.be/MwKCzdJyqwQ?si=iA77hGoqnRcVtVFi)
Also very important has been the “Berlin Steht Zusammen” (Berlin Stands Together) network, an alliance between students and workers that came out of the previous “Wir Fahren Zusammen” (We Travel Together) network of joint strikes by Fridays For Future climate activists and transport workers.
The strike rally also included workers declaring that refugees and workers from migrant backgrounds were welcome here, condemning the rush to spend more money on arms rather than housing, health and education, and calling for unity against politicians who would rather breed hate and division than actually come up with solutions to social problems.
And with more – and longer – strikes on the way, this could be the start of a template that shows how to stop the rise of the far-right everywhere.
Während alle Augen auf die Bundestagswahl und die Zugewinne der AfD gerichtet waren, wurde wenig über ein viel hoffnungsvolleres und inspirierenderes Ereignis gesagt: ein riesiger nationaler Streik im öffentlichen Dienst, der von einem schnell wachsenden Netzwerk von Studierenden unterstützt wird, die sich gegen die extreme Rechte organisieren.
Die Arbeitnehmer der Gewerkschaft Ver.di (der zweitgrößten Gewerkschaft Deutschlands mit 2,3 Millionen Mitgliedern) fordern eine Lohnerhöhung von 8 % oder mindestens 350 Euro mehr im Monat, drei zusätzliche freie Tage im Jahr und höhere Zahlungen für unsoziale Arbeitszeiten und Auszubildende.
Berlin hat in den letzten Jahren eine Vorreiterrolle beim Aufbau militanter Aktionen unter Führung der Basis eingenommen – ein Prozess, bei dem der Streik der Berliner Krankenhausmitarbeiter im Jahr 2021 eine Schlüsselrolle gespielt hat. (Danke an die Rosa Luxemburg Stiftung für das Filmmaterial des Streiks; Sie können ihren hervorragenden Film dazu unter https://youtu.be/MwKCzdJyqwQ?si=iA77hGoqnRcVtVFi ansehen.)
Ebenfalls sehr wichtig war das Netzwerk „Berlin steht zusammen“, ein Bündnis zwischen Studierenden und Arbeitnehmern, das aus dem vorherigen Netzwerk „Wir fahren zusammen“ gemeinsamer Streiks von Klimaaktivisten und Transportarbeitern von Fridays For Future hervorgegangen ist.
Auf der Streikkundgebung erklärten die Arbeiter außerdem, dass Flüchtlinge und Arbeiter mit Migrationshintergrund hier willkommen seien. Sie verurteilten die überstürzte Ausgabe von mehr Geld für Rüstung statt für Wohnraum, Gesundheit und Bildung und riefen zur Einheit gegen Politiker auf, die lieber Hass und Spaltung schüren, als wirklich Lösungen für soziale Probleme zu finden.
Und da weitere – und längere – Streiks bevorstehen, könnte dies der Beginn eines Musterbeispiels sein, das zeigt, wie der Aufstieg der extremen Rechten überall gestoppt werden kann.
